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Veranstaltung

Titel:
Mit Anmeldung und wegen Corona-Teillockdown online: neuer Lesekreis zu Diskriminierung und Kirche
Wann:
Mi, 9. Dezember 2020, 19:30 h - 22:00 h
Kategorie:
Gesprächskreis

Beschreibung

Mit Anmeldung und wegen Corona-Teillockdown online:
neuer Lesekreis zu Diskriminierung und Kirche

Termine und Ort:
9. Dezember, 6. und 20. Januar,
10. und 24. Februar (eigentlich im Kirchencafé der Heilig-Kreuz-Kirche).

Falls ein weiterer Lockdown kommt, finden die Treffen digital statt.
Nur mit Anmeldung über Konrad Wolf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dates and place:
9th December, 6th and 20th January, 10th and 24th February in the
church cafe in Heilig-Kreuz-Kirche.

In case of a new lockdown the
meetings take place digitally.
Registration with
Konrad Wolf:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Rassismus schadet der Seele“ steht schon seit Jahren an Berliner Kirchen. Die Black-Lives-Matter-Bewegung hat in diesem Jahr den allseits präsenten Rassismus in unserer Gesellschaft noch sichtbarer werden lassen. Sie gibt uns wichtige Impulse, hier weiterzudenken und zu arbeiten.

Koloniale, rassistische, sexistische, homo- und transfeindliche und auf andere Weise diskriminierende Denkmuster haben Europa und auch die christlichen Kirchen und ihre Theologie in den letzten Jahrhunderten tief geprägt. Angestoßen von der Arbeit vor allem nicht-weißer, queerer, jüdischer und muslimischer Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen hat eine kritische Auseinandersetzung darüber in Deutschland und auch in der evangelischen Kirche gerade erst begonnen. Das fordert auch uns heraus.

Als Christ*innen müssen wir uns fragen, warum unsere Gemeinde – immerhin mitten im überaus viel-fältigen Kreuzberg – noch immer und vor allem eine sichtbar weiße und bürgerlich geprägte Gemeinde ist.
Welche Mechanismen, Einstellungen und Strukturen verhindern, dass sie die gesellschaftliche Vielfalt abbildet? Auf welche Weise sind dafür auch die theologischen Inhalte und die konkreten Angebote verantwortlich?

In unserer neu gegründeten Gruppe möchten wir damit beginnen, Texte zu lesen, die uns auf diese Fragen erste Antworten geben können. Dazu gehören zum Beispiel theologische Texte außerhalb des eurozentrischen Kanons, gemeinsame Bildungsarbeit zu Rassismus oder die feministische Re-Lektüre der Bibel.

Hierzu laden wir ausdrücklich auch BPoC (Black People & People of Color), nicht-hetero, nicht-binäre und Menschen mit Behinderung ein.Wir bemühen uns um einen inklusiven Umgang mit unseren unterschied-lichen Bedürfnissen und Sprachkenntnissen.

Wir treffen uns im zweiwöchigen Rhythmus und wünschen uns von allen Teilnehmenden Verbindlichkeit, sowie einen sensiblen Umgang miteinander und mit den Themen, die wir diskutieren. Wir möchten uns von neuen Erkenntnissen überraschen und irritieren lassen und unsere eigenen gewohnten Denk- und Sicht-weisen in Frage stellen (lassen). Daher setzen wir eine Bereitschaft zur Selbstreflexion und Selbstkritik voraus.

 

„Racism harms the soul“ can be read on banners hanging from churches all over Berlin for some years now. This year the Black Lives Matter Movement has put a spotlight on the omnipresent racism in our society. It pushed us to further reflect and work on the issue.

Colonial, racist, sexist, homo- and transphobic and other forms of discriminatory ideologies have deeply shaped Europe as well as the christian churches and their theology. In Germany and within the protestant church a confrontation with this reality has only just begun. It has been initiated principally by non-white, queer, jewish and muslim scientists and activists.

For us as Christians it raises a challenge and questions. Why, for example, is our parish still dominated by white middle-class members although situated in the much more diverse neighbourhood of Kreuzberg? Which mechanisms, attitudes and structures are preventing it to reflect this diversity? In which way can this also be blamed on the theological content and the kind of services offered?

In our newly founded group we would like to start reading texts that might provide some first answers to our questions. Among those are theological texts from outside the eurocentric canon, educational work on racism, or a feminist re-reading of the Bible.

We explicitly invite BPoC (Black People & People of Color), non-hetero, non-binary people and people with disabilities. We try to create an inclusive space for our diverse needs and language skills. We will meet every two weeks and expect some level of commitment of all participants as well as consideration for each other and the sensitive subjects discussed.

We are open for new insights and irritations and want to question familiar viewpoints and ways of thinking. This requires our willingness to practice some self-reflection and self-criticism