Ensemble „Hauptstadtblech & Friends“

BENEFIZ-KONZERT zugunsten von Kriegsflüchtlingen aus der UKRAINE

Donnerstag, 19. Mai, 19 Uhr
in der Passionskirche (Marheinekeplatz 1)
Eintritt frei - Spenden erbeten!      www.hauptstadtblech.de

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Beim Namen nennen header 72

Anlässlich des Weltflüchtlingstages (20. Juni 2022):

GEDENKAKTION in vielen Städten in der Schweiz und in Deutschland
«Beim Namen nennen – über 48.000 Opfer der Festung Europa»

IN BERLIN
«Sterben auf dem Weg der Hoffnung – jeder Name zählt»
18. Juni- 20. Juni 2022: 44 Stunden Namen vorlesen
in der Passionskirche (Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg):

Wir lesen die Namen der Verstorbenen vor
und nennen die Umstände ihres Todes.
Immer zur vollen Stunde gibt es Musik, Worte, Stille und anderes:

Sa., 18.6., 8:00 Uhr – So., 19.6., 11.30 Uhr
So., 19.6., 12.30 Uhr – 24:00 Uhr
Mo. 20.6., 14:00 Uhr -18:00 Uhr

Der Krieg in der Ukraine führt uns erneut vor Augen, wie dramatisch und schlimm es ist, wenn Menschen flüchten müssen. Niemand flüchtet gern – auch nicht von anderen Kriegsschauplätzen und Konfliktregionen, zum Beispiel in Afghanistan, Syrien oder Eritrea. Seit 1993 sind mehr als 48.000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden an Grenzübergängen erschossen. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. Für die meisten Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Außengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

Das ist traurig. Das bleibt ein Skandal. Diese GEDENKAKTION ist zugleich Forderung, den Flüchtlingsschutz zu stärken und Menschenrechte einzuhalten.

 

MITMACHEN: beim NAMEN SCHREIBEN
(auch vor der Gedenkaktion!) / Infos dazu: hier

MITMACHEN: beim NAMEN LESEN
bei der Gedenkaktion Beim Namen nennen / Infos dazu: hier

MITMACHEN: mit KÜNSTLERISCHEN BEITRÄGEN 
zur Gedenkaktion Beim Namen nennen / Infos dazu: hier

MITMACHEN: am INFOTISCH
bei der Gedenkaktion Beim Namen nennen / Infos dazu: hier

 

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinden Heilig Kreuz-Passion, Evangelische Kirchengemeinde Kreuzberg,  Asyl in der Kirche Berlin-Brandenburg e.V.

Kontakt: Pfarrerin Barbara von Bremen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +49 163 175 2907

Mitveranstaltende: Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V., Waldemarstrasse, Bonifatius Werk, Dagmar Apel, landeskirchliche Pfarrerin für Migration und Integration  – Berliner Missionswerk / EKBO, Evangelisch-methodistische Kirche Christuskirche Kreuzberg, Gemeinschaft Sant‘Egidio Berlin, Gemeinwesenarbeit Graefe-Kiez/Nachbarschaftshaus, Initiative «und was glauben die Nachbar*innen?» – Begegnungstage in und um den Graefe-Kiez, Jesuiten Flüchtlingsdienst Deutschland, Kreuzberger Ökumene, Koordination Flüchtlingsarbeit für den Caritasverband des Erzbistums Berlin e.V., pax christi, Sufi-Zentrum Rabbaniyya

 

BEGLEITVERANSTALTUNGEN:

GOTTESDIENSTE
in der Passionskirche

Sonntag, 19.6.22, 11.30 Uhr
«Lass die Tiefe mich nicht verschlingen» Psalm 69,16
Gottesdienst der Initiative «Beim Namen nennen»

Montag, 20.6.22,18.00 Uhr
«Sterben auf dem Weg der Hoffnung – jeder Name zählt»
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

AUSSTELLUNG in der Passionskirche (18.6.-20.6.22):
Grenzerfahrungen Abschottung mit System – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet.
Eine Ausstellung von pax christi, PRO ASYL und EAK. www.grenz-erfahrungen.de

In Berlin findet die Gedenkaktion "Beim Namen nennen" zum ersten Mal statt.

Wie das Schreiben aussehen kann, veranschaulichen
hier zwei Beispielfotos aus Bern, von den Gedenkaktionen "Beim Namen nennen" 2019 und 2020.

© Fotos "Beim Namen nennen" Bern

 

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Ukraineflagge mit Passion in HKK 72

Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine 
in der evangelischen Kirchengemeinde
Heilig Kreuz-Passion (Berlin-Kreuzberg)

Seit dem 7. März 2022 nimmt die Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion aus der Ukraine geflüchtete Familien auf, vor allem Mütter mit Kindern: in der Heilig-Kreuz-Kirche, im Gemeindehaus und im Zentrum Gitschiner 15. Sie sind hier in Deutschland angekommen, oft nach tagelangen Wartezeiten an der ukrainisch-polnischen Grenze und nach noch längeren Fahrtzeiten mit Bus oder Bahn. Unsere Kirchengemeinde ist für sie nur eine erste Unterkunft, eher eine Durchgangsstation. Denn die Menschen reisen weiter, zu Verwandten und Bekannten, nachdem sie Kontakt aufgenommen haben.
Geldspenden helfen uns, in dieser Ankunftssituation Hygieneartikel, Windeln, Babynahrung und Essen kaufen zu können. 

Als Sachspenden benötigen wir Schlafsäcke und Isomatten (weitere Sachspenden können wir nicht lagern).

Spendenkonto
der Evangelischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion
Empfänger: Ev. KKV Berlin Mitte-Nord
IBAN: DE51 1005 0000 4955 1922 41
Berliner Sparkasse, BIC: BELADEBEXXX
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe Ukraine

Sie können auch
online spenden über kollekte.app. Dazu bitte hier anklicken:
https://kollekte.app/p/9ccd526a-5c14-4bf7-b152-9ce1c0c9050a#c/ab442b3b-5807-41af-b647-1a6499a82c8b 

Außerdem benötigen wir die Hilfe von Menschen, die übersetzen können (Ukrainisch oder Russisch).

Infos dazu im Gemeindebüro:
Tel. 030/ 691 2007 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


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Neue Ehrenamtliche für Deutschunterricht herzlich willkommen!

Flüchtlingsbetreuung in unserer Kirchengemeinde

- ein Bericht von Marita Lessny 

Sind es noch Flüchtlinge? Diese Frage stellen wir Ehrenamtliche im rosa Haus seit einiger Zeit. So lange waren wir mit erster Hilfe beschäftigt. All die notwendigen Dinge des Alltags mussten organisiert und begleitet werden.

Viele sind bei ihrer Familie in sehr kleinen Orten und Dörfern am Rand der Sahara aufgewachsen. Sie haben frühzeitig gelernt, für das Gelingen des Familienunterhalts mitverantwortlich zu sein. Jeden Tag weit zum nächsten Wasserloch zu laufen, um für die Familie und die Tiere Trinkwasser zu haben. Auch die Fürsorge der Tiere,oft Ziegen oder Kamele, war eine verantwortungsvolle Aufgabe für die Kinder. Auch musste in der kargen Wüstenlandschaft Gemüse und Früchte zur Ernährung der Sippe angebaut werden. Ein Leben, das die meisten von uns nur aus dem Fernsehen kennen. Da war die Wanderschaft in andere Gegenden, z.B. Libyen notwendig, mit dem Wunsch eine gute Arbeit zu finden. Mit dem verdienten Geld konnte die Familie unterstützt werden. Der Krieg beendete abrupt diese Arbeitsmöglichkeit. Ohne ihre persönlichen Sachen mitnehmen zu können, geschweige das verdiente Geld vom Konto zu holen, wurden sie zusammengepfercht und auf Boote verbracht. So kamen sie über Lampedusa nach Berlin.

Auf dem Oranienplatz fanden sie eine Gemeinschaft mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Aber ohne Arbeitserlaubnis kein besseres Leben! In dieser Situation sind wir- als Gemeinde ihnen- als Flüchtlinge- begegnet. Wir haben zusammen viel erreicht. In unserer „rosa Haus-Schule“ auf dem Friedhof am Südstern schafften wir einen Ort, an dem junge Männer (ca. 65-70) und ein paar junge Frauen (8) Deutsch lernen können. Viele haben im Heimatland nie eine Schule besucht und wenn doch, dann unter erschwerten Bedingungen. Manche Schüler berichten von Holzscheiben, die mit Kohlestücke beschrieben wurden. So lernten sie Schriftzeichen.

Von unseren Schülern haben doch etliche einen Ausbildungsplatz erhalten. Z.B. Glaser, Maler, Friseur, Krankenpflege, Altenpflege oder einen Arbeitsplatz z.B. im Hotel, Gaststätte,Gartenpflege, Dachdecker, Möbeltischler, bei Zalando, Seifenherstellung, einige sind auch noch in einem einjährigen Integrationskurs. Das wirft jetzt ganz neue Herausforderungen für uns Ehrenamtliche auf. Bisher hatten wir feste Zeiten für unsere Lernangebote. Aber immer öfter wird individuelle Hilfe benötigt. In der Berufsschule wird vieles Wissen schon vorausgesetzt. Welche Laub- und Nadelbäume werden als Hart- oder Weichholz bezeichnet? Und die Schädlinge, auf die vor der Holzbearbeitung zu achten ist? Umweltbewusstes Umgehen mit Stoffen und der umweltgerechten Entsorgung der Arbeitsabfälle? So sind wir plötzlich Malerhelfer, Glasereigehilfe, Friseurhelferin und, und, und….

Die Handwerksberufe sind verbunden mit körperlicher, schwerer Arbeit, mit Arbeitskleidung und Arbeitsschuhen. Viele möchten deshalb erstmal nach Hause,duschen und was essen. Dann reicht, je nach Entfernung der Unterkunft die Zeit nicht aus. Am späteren Abend oder gar am Wochenende konnten wir fast Niemanden finden, der sich zum Lernen mit einem Auszubildenden trifft.

Wenn Sie also interessiert sind und mehr zu den Aufgaben wissen möchten, melden Sie sich sehr gerne bei mir. Wir können dann alles Weitere besprechen.  

Marita Leßny, Koordination Rosa Haus-Schule Südstern, 01629498223

 

 

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