INTERESSIERTE WILLKOMMEN am 11. November, 18.30 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche zum 2. Treffen der neuen GESCHICHTSWERKSTATT zur Historie der Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz.
Am 5. Oktober 2020 jährte sich die Wiedereinweihung der Heilig-Kreuz-Kirche nach ihrem Umbau zum 25. Mal. Die Arbeit an einem neuen Nutzungskonzept für die Heilig-Kreuz- Kirche führte in den 1990er Jahren zur Bildung einer Geschichtswerkstatt, die begleitend zur Auseinandersetzung mit der von Johannes Otzen 1885-1888 erbauten Kirche die Geschichte der Gemeinde erforschte. Das Ergebnis war der Sammelband „Kreuz und Pickelhaube-Großstädtische Gesellschaft und Kirche zwischen 1850 und 1945“ (Wichern-Verlag). Für die Zeit nach 1945 liegt eine vergleichbare Studie bisher nicht vor. Aber die Zeit zwischen 1945 und 2020 ist nicht weniger ereignisreich als die vorangegangene und erscheint geeignet, die Geschichte der Gemeinde als exemplarisches Modell für eine Kirche in der Stadt auf dem Weg von der Volkskirche zur Minderheitenkirche nachzuzeichnen.

Die geplante Veranstaltungsreihe soll an mehreren Abenden die Geschichte der Gemeinde von ihren Anfängen bis zur Gegenwart in den Blick nehmen. Die Themen könnten in etwa sein: 1. Gründung der Gemeinde in der Kaiserzeit 1865-1918; 2. Das Versagen der Gemeinde in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1918-1945; 3. Wiederaufbau und Restauration 1945-1968; 4. Das Ende der Volkskirche-Aufbruch und Erneuerung.

Pfarrer i.R. Jürgen Quandt und Pfarrer Peter Storck laden hiermit interessierte Gemeindemitglieder zur Mitarbeit in der Geschichtswerkstatt ein. Es soll nicht nur um historische Rückschau gehen, sondern auch gefragt werden, welches Gemeindeverständnis handlungsleitend geworden ist und ob sich daraus Antworten auf heutige Fragen und Aufgaben ableiten lassen.

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Die 1885 bis 1888 in neogotischen Formen erbaute Heilig-Kreuz-Kirche (Architekt: Johannes Otzen) wurde nach der biblischen Geschichte "Kirche Zum Heiligen Kreuz" benannt und erinnert damit  an die Nähe zum Berliner Kreuzberg.

Sie besteht aus Lang- und Querhaus mit einem Vierungsturm, dessen Kuppel in 19 Meter Höhe beginnt. Die Einweihung des prächtigen Baus erfolgte im Beisein des deutschen Kaisers Wilhelm II. und seiner Frau Auguste Viktoria, die den Altar gestiftet hatte.

Durch Bombardements im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde das Gotteshaus 1951–1959 in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Ab 1987 wurde eine erste Instandsetzung vorgenommen und 1995 erfolgte unter Mitwirkung der Architektengruppe Wassertorplatz (unter anderen Wolfgang Göschel, Herbert Rebel, Johann von Rosenberg/verstorb.) eine umfassende Sanierung mit Umbau, die sowohl eine kirchliche als auch eine weltliche Nutzung ermöglichte.

Der Kirchenraum beherbergt nun auch moderne Kunstwerke wie ein farbiges Glasfenster von Johannes Schreiter und ein Triptychon "Christus im Holocaust" von Ismond Rosen aus dem Jahr 1996.

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