Das Triptychon
“CHRISTUS IM HOLOCAUST“
von Ismond Rosen
in der Kirche Zum Heiligen Kreuz
Am Bußtag, 20.November 1996, wurde das Triptychon „CHRISTUS IM HOLOCAUST“ von Ismond Rosen, einem jüdischen Bildhauer aus London/GB der Kirchengemeinde in einem Festakt als Geschenk des Künstlers übergeben.
Ismond Rosen wurde 1924 in Südafrika geboren. Er studierte zuerst Medizin und kam 1952 nach Großbritannien. Er war hauptsächlich Autodidakt, hat aber auch einige Zeit in Paris an der Ecole des Beaux Arts und der Academie Julian studiert.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hat sich Rosen einen Ruf als angesehener Psychoanalytiker und Psychotherapeut erworben. Er gehörte allen wichtigen Vereinigungen für Psychotherapie und Psychoanalyse in England an, u.a. der British Psychoanalytical Society und der Fellow Royal Society of Medicine.
Als Bildhauer ist Rosen durch zahlreiche Einzelausstellungen hervorgetreten. Seine Werke befinden sich weltweit in vielen Sammlungen. Seit 1959 war er Fellow of the Society of Portrait Sculptors in Großbritannien.
Ismond Rosen starb am 16. Oktober 1996 in London.
Es war der Wunsch Ismond Rosens, dass sein
Hauptwerk „CHRISTUS IM HOLOCAUST“ in einer Kirche in Deutschland zur Aufstellung kommt. Rosen hat sich mit dem Thema dieser Arbeit mehr als 40 Jahre auseinander gesetzt. Dabei hat ihn besonders der Anteil der christlichen Kirchen an der Verfolgung und Vernichtung der Juden im Verlauf der Geschichte beschäftigt. Das Triptychon „CHRISTUS IM HOLOCAUST“ ist gleichermaßen Anklage gegen den Antisemitismus und alle anderen Formen von Gewalt und Intoleranz wie auch ein Hoffnungszeichen auf Versöhnung.
Durch Vermittlung des Canonicus an der Kathedrale von Coventry, Paul Oestreicher, ist die Skulptur in die Heilig-Kreuz-Kirche gelangt. Die Übergabe am Bußtag, 20.Nov.1996 erfolgte im Beisein der Familie des kurz zuvor verstorbenen Künstlers. Bischof Dr. Wolfgang Huber nahm das Werk für die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg entgegen.
Den Festvortrag hielt der Rabbiner von London und Freund Rosens, Albert Friedlander.
Jürgen Quandt
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